Meine Foodfotografie Ausrüstung

Auf dieser Seite möchte ich dir zeigen, mit welcher Ausrüstung ich meine Fotos und Videos produziere. Kein Themengebiet wir so oft diskutiert, wie die benötigte Ausrüstung. Und wie in vielen anderen Bereichen auch gilt, DIE EINE richtige Antwort gibt es nicht. Neben den unzähligen Herstellern auf dem Markt, kannst du auch eine Menge selbst herstellen und so jede Menge Geld sparen. 

Meine hier aufgelistete Ausrüstung habe ich mir über mehrere Jahre aufgebaut und zusammengespart. Vieles davon benötigst du vermutlich gar nicht. Also lasse dich nicht einschüchtern von all der (teilweise sehr teuren) Technik. Für den Anfang kommst du mit einem kleinen Budget sehr weit. Der Rest kommt dann nach und nach.

Bevor es los geht, noch eines vorweg. Alle Links zu Amazon sind Werbelinks. Das heißt, ich bekomme einen kleinen Teil vom Verkaufspreis als Provision von Amazon. Für dich ändert sich der Kaufpreis jedoch nicht. Alle Produkte die ich hier empfehle habe ich zu 100% von meinem eigenem Geld bezahlt und gekauft. Ich empfehle sie, weil ich selber damit arbeite und von ihnen überzeugt bin. Ob du am Ende das Produkt woanders oder über meinen Amazonlink kaufst, musst du selbst entscheiden. Mit einem Kauf über Amazon würdest du meine Arbeit unterstützen und ich wäre dir sehr dankbar dafür.

Meine Kamera

Seit ca. 1,5 Jahren fotografiere ich mit einer Vollformat Kamera von der Firma Nikon. Einer D810. Davon hatte ich eine spiegellose Olympus und ganz zu Anfang fotografierte ich sehr lange mit einer DSLR von Canon. Am Ende ist es völlig egal welcher Hersteller es ist. Spiegellos oder Spiegelreflex. Auch das spielt heutzutage keine Rolle mehr, was die Qualität angeht. Wichtig ist, dass dir die Kamera zusagt. Wie liegt sie in deiner Hand? Kommst du gut an die Knöpfe? Gibt es passende Objektive für deinen Einsatzzweck? Das sind Fragen, die du dir stellen solltest. Es gibt genug Fotografen, die mit günstigen und alten Kameras hervorragende Bilder schießen.

Meine Objektive

Für die Foodfotografie benutze ich 2 unterschiedliche Objektive von der Firma Sigma. 50mm/1.4 und 105mm/2.8. Ich liebe die Objektive von der Firma Sigma. Sie sind nicht gerade günstig und haben hier und da auch kleine Kinderkrankheiten. Laufen sie aber erst einmal, haben sie eine brillante Bildqualität. Für unterwegs (Architektur/ Landschaft) nutze ich aber auch gerne mein 28mm/1.8 von der Firma Nikon. Als Alternative zum 100mm oder 105mm (je nach Hersteller) wäre z.B. das Tamron 90mm zu nennen. Das habe ich über Jahre an meiner alten Canon genutzt und war sehr zufrieden mit diesem Objektiv. Wenn du eine Canon hast, gibt es das 50mm/1.8 Objektiv für ca. 100€. Dieses Objektiv ist vom Preis-Leistungsunterschied her das non plus ultra. Ich glaube jeder der eine Canon hat, hat dieses Objektiv in seiner Fototasche.

Beleuchtung

Neben dem Tageslicht, benutze ich auch noch künstliche Lichtquellen. Gerade in der dunklen Jahreszeit oder wenn ich für Kunden fotografiere, kann ich mich nicht auf das Wetter von draußen verlassen. Das gleiche gilt für Videos jeglicher Art. Hier brauchst du zuverlässiges künstliches Licht.

Für die Fotografie befindet sich ein über 20 Jahre alter Metz meca 40mz-2 in meiner Ausrüstung. Diesen Blitz habe ich vor ein paar Jahren gebraucht für ca. 15€ gekauft. Dieser Blitz ist ein tolles Beispiel dafür, dass deine Ausrüstung nicht nur aus high end Geräten bestehen muss. Klar, die Technik ist nicht auf dem neusten Stand, aber wen interessiert das schon? Er blitzt wenn ich es möchte und das ist alles was der Kunde am Ende auf dem Bild sieht. Dass das Licht passt. Damit der Blitz mit der Kamera per Funk kommunizieren kann, habe ich diese einfachen Sende-/Empfängergeräte von Yongnuo.

Für meine Stop Motion und Youtube Videos benutze ich das Dracast LED500S 3er Set. Dieses Licht ist eins der meistverkauften Lichtsets in den USA und nun auch auf dem deutschen Markt verfügbar. Der Preis für 3 Lampen + Stativ + Tasche und Koffer ist ein absolutes Schnäppchen. Du kannst die Lampen auch einzeln kaufen, wenn du keine 3 Stück benötigst. 

Diffusor

Um sowohl das Blitz- als auch das Dauer- und Tageslicht besser kontrollieren zu können, kann ein Diffusor in deiner Ausrüstung nicht schaden. Ich habe mir einen 5in1 Diffusor besorgt. Für einen 5in1 Diffusor ist dieses Produkt auch wieder ein richtiges Schnäppchen. Zusammengefaltet passt er fast in jeden Rucksack und aufgespannt ist er mehr als ausreichend für 95% aller meiner Foodfotos. 

Mein Blitz versteckt sich die meiste Zeit in einer Octabox von Godox. Diese Softbox ist riesig. 120cm im Durchmesser. Sorgt aber für ein unglaublich weiches, angenehmes Licht. Auch diese Softbox bekommst du für kleines Geld. 

Stative

Ohne Stative geht gar nichts. Beim Fotografieren oder filmen benötigst du freie Hände. Deshalb ist es wichtig ein Stativ zu nutzen. Ich nutze aktuell ein Stativ von der Firma Cullmann. Ich bin jedoch nicht so zufrieden mit diesem Stativ. Mittlerweile sind die Beine ausgeleiert und die Verschlüsse halten nicht mehr so gut, was zu regelmäßigen Verschiebungen führt. Mein nächstes Stativ wird ein Manfrotto mit 90° kippbarer Mittelsäule. Für Overhead Shots möchte ich mir zeitnah ein C-Stand zulegen.

Für meinen Blitz habe ich mir ein einfaches kleines Stativ besorgt. Meine Octabox steht sehr stabil darauf. Die LED Panels kamen mit dazugehörigem Stativ.

Aufheller / Abschatter

Ein weiteres wichtiges Element für deine Ausrüstung sind Aufheller/ Abschatter. Auch dieses Produkt kannst du dir ganz simpel selbst herstellen für kleines Geld. Ich nutze dafür dicke Styroporplatten aus dem Baumarkt für 2-3 Euro. Die eine Seite habe ich mit schwarzer Farbe gestrichen und dann das Styropor in unterschiedlich große Stücke geschnitten (Küchenmesser).  Zusätzlich habe ich mir simple, große Klemmen besorgt, damit das Styropor alleine steht.

Mein „Tisch“

Als „Tisch“ benutze ich 2 einfache Holzböcke aus dem Baumarkt. Der Vorteil: Sehr günstig und platzsparend. Auf die 2 Holzböcke lege ich eine dicke MDF-Platte, die ich gleichzeitig als Untergrund bemalt habe. Benötige ich einen anderen Untergrund, lege ich diesen einfach oben drauf. Overhead Shots fotografiere ich meist sogar direkt auf dem Boden. 

Video Zubehör

Für meine Stop Motion und Youtube Videos benötige ich noch ein paar zusätzliche Hilfsmittel. Damit ihr mich auch hören könnt, habe ich mir dieses kleine Ansteckmikrofon besorgt. Um mich zu filmen, wenn ich meine DSLR benötige, habe ich mir eine günstige Halterung für mein Smartphone gekauft und filme mit dem Smartphone. Als Smartphone nutze ich aktuell ein Huawei P20 Pro. Die Kamera ist super und der Preis ist im Vergleich zu Produkten von z.B. Apple um ein Vielfaches günstigster. 

Übrigens, damit ich nicht immer per Knopfdruck an der Kamera auslösen muss (was auch zu Verwacklern führt), habe ich mir dieses günstige USB Verlängerungskabel zum tethered shooten gekauft. Es ist viel günstiger als die Kabel, die direkt fürs Tethering Shooting empfohlen werden. Da bist du schnell bei 30-50€. Eine einfache USB 3.0 Verlängerung (3m) bekommst du für unter 10€. Ein absolutes Must have. Ich fotografiere seit 1-2 Jahren zu 99% nur noch so.

Zeitkontrolle

Wenn ich von Zuhause aus Aufträge abarbeite muss ich wissen, wie lange ich für die Fotos benötige. Immerhin möchte ich am Ende des Tages ja auch noch etwas verdienen. Von zuhause aus arbeiten bedeutet auch immer die Gefahr, nebenbei abgelenkt zu werden und nicht effektiv zu arbeiten. Vor allem mit Familie/ Kindern. Deshalb habe ich mir den Timetracker von timeular gekauft. Hiermit tracke ich meine Zeit, wenn ich zuhause arbeite. So kann ich kontrollieren, ob ich am Ende wirklich effektiv gearbeitet habe.

Meine täglichen Aufgaben plane ich über trello. Die kostenlose Variante ist völlig ausreichend und sehr umfangreich. Trello ist eine Art, komplett variabler, Terminplaner. Checklisten, Wochenpläne, Jahresziele, Erinnerungen usw. alles kein Problem.

Software

Für die Bild- und Videobearbeitung benutze ich das Creative Cloud Abo von Adobe. Bis vor kurzem habe ich das „Fotografen-Abo“ genutzt, welches Lightroom und Photoshop beinhaltet. Im Angebot gibt es das Abo regelmäßig für 9,90€/ Monat. Regulär kostet es 11,89€/ Monat. Seit Februar 2019 nutze ich das „Komplett-Abo“ für 35,99€ / Monat. Für die Stop Motion Filme benötige ich Adobe Premiere Pro und für mein E-Book (welches dieses Jahr noch erscheinen wird) arbeite ich mit inDesign.

Der Vorteil vom Creative Cloud Abo ist, dass du jederzeit die aktuellste Version erhältst. So ist deine Software immer auf dem neusten Stand. Und das für ca. 10-12€ / Monat. Das ist ein absolut fairer Preis.

Datensicherung

Diesen Punkt solltest du auf keinen Fall vernachlässigen. Erst recht nicht, wenn du bereits für Kunden fotografierst. Nachdem mir letztes Jahr meine kleine Tochter mein Laptop mit einem Glas Wasser geflutet hat, musste ich auf die harte Tour lernen, was es heißt wenn alle Daten von jetzt auf gleich sich verabschieden. Ich habe einige wichtige Daten verloren und musste sie mühsam per Hand neu erstellen. Das hat mich einige Stunden, und viel Geld für ein neues Laptop, gekostet.

Ich sichere meine Daten seitdem auf mehreren Festplatten. Zum einen habe ich eine externe Festplatte von Seagate die an meinem Hauptrechner, mit dem ich fotografiere, hängt. Dort befinden sich alle Unterlagen, Bilder, Dokumente, Videos etc. drauf. 

Weiterhin habe ich mir ein NAS (network attached storage) von der Firma Western Digital gekauft. Dieser kleine Minirechner läuft gesondert und besitzt 2 Festplatten. Auf beiden Festplatten befindet sich der gleiche Inhalt (sog. RAID-1). Das heißt, sollte eine Festplatte von den beiden kaputt gehen, befinden sich alle Daten automatisch auf der anderen Festplatte. Dieses NAS System ist mit meinem Laptop und meinem Hauptrechner verbunden und es befinden sich sämtliche Daten auf dem Rechner. Das praktische daran? Ich habe selbst mit dem Telefon von überall jederzeit Zugriff auf alle Dateien. Die Daten sichern sich automatisch. Diese Investition war ihr Geld definitiv wert.

Fazit

In der Fotografie ist es wie mit jedem anderen Hobby auch. Schnell befindest du dich in finanziellen Regionen, die du nicht mal eben so ausgibst. Je nachdem, wie intensiv du dein Hobby betreibst. Solltest du noch am Anfang stehen und/ oder die Fotografie nur zum Spaß betreiben, empfehle ich dir erst einmal klein anzufangen. Überlege dir was du erreichen möchtest und was du dafür benötigst. Und schaue, dass du dein Budget nicht zu groß wählst. 

Möchtest du mit der Fotografie Geld verdienen, egal in welchem Umfang, ist es sinnvoll bei einigen Sachen wie z.B. den Objektiven auf gute Qualität zu achten und auch ein paar Euro mehr zu investieren. Vieles kannst du dir dann selbst zusammenbasteln und so die ersten Schritte in professionelle Welt der Fotografie machen. Am Ende ist nur eines wichtig. Dass dir die Fotografie Spaß bringt. Der Rest kommt dann von ganz alleine.

Wenn du noch Fragen zu meiner Ausrüstung hast, dann schreibe mir doch eine e-mail, melde dich über Facebook oder Instagram und ich werde dir deine Fragen beantworten.