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Jahresrückblick 2018

Heute gibt’s für dich meinen Jahresrückblick 2018. Jahresrückblicke finde ich sehr wichtig. Es ist deine Möglichkeit, zu schauen was passiert ist, wie du dich entwickelt hast und ob du deine Ziele erreicht hast. Für mich stand Anfang des Jahres fest, dass dieses Jahr anders werden wird als die Jahre davor. Beruflich war ich an einem Punkt, dass ich meinen Job nicht länger in Vollzeit ausüben wollte. Ich gab mir eine letzte Chance für mein Hobby die Foodfotografie und investierte das erste Mal auch eine größere Summe in mich/ meine Weiterbildung.

Privat stand auch eine größere Veränderung an. Meine 2. Tochter war mittlerweile 5 Monate alt, schlief schlecht (bis heute) und sorgte jede Nacht für ausreichend Schlafunterbrechungen. Im Februar konnten wir endlich aus unserer Wohnung mit den Terrornachbarn ausziehen und verließen Hamburg in Richtung „Altes Land“. Vor die Tore Hamburgs, zwischen unzählige Apfelbäume aufs Dorf. Ein kompletter Neustart sozusagen. Hier sind wir jetzt glücklich und möchten nie wieder in die Großstadt zurück.

Apfelgalette aus frischen Äpfeln aus dem „Alten Land“

Meine Ziele

Schon seit längerem lese ich Bücher zum Thema Zielsetzung, Motivation usw. Oft bin ich an mir selbst gescheitert. Das war jetzt mein letzter Versuch. Ich wusste, dass ich etwas ändern muss. Ohne Veränderung, kann ich kein anderes Ergebnis erwarten. Also setzte ich mir folgende Ziele:

  • Mein Hobby zum Beruf machen
  • Zucker und helles Weizenmehl zu 99% aus meiner Ernährung streichen
  • Die Familie nicht vernachlässigen
  • negatives Denken aus meinem Leben streichen

Soviel zu den Zielen.

Die Umsetzung

Im Februar, nachdem der Umzug geschafft war, ging es darum, Nägel mit Köpfen zu machen. Ich teilte meinem Chef mit, dass ich ab April nur noch Teilzeit arbeiten werde. Somit war ab April jede Woche ein Tag für mich und die Fotografie reserviert.

Ich kaufte mir von Twolovesstudio zuerst den Online Kurs „Composition Essentials“ (Werbelink) und kurz darauf „Lightroom Magic“ (Werbelink). Mit diesen 2 Kursen hatte ich alles was ich theoretisch benötigte, um in der Foodfotografie erfolgreich zu werden.

Mein erstes Bild, nachdem ich mir "Composition Essentials" gekauft hatte

Mein erstes Bild, nachdem ich mir „Composition Essentials“ gekauft hatte

Alles nur Zufall? Die Chance meines Lebens

Im Juni gab Rachel (twolovesstudio) bekannt, dass sie ein Mentorship verlost. 6 Monate eine komplette, kompetente Betreuung zum Thema Foodfotografie und Business. Wenn das mal kein Zufall war. Die Bewerbung bestand nur aus Fragen. Keine Bilder. Am Ende gewann ich aus 500 Bewerbern, das Mentorship (Klicke den Link für die ganze Geschichte). Ab Juli hieß es dann also: Es wird ernst und ich habe die Chance meines Lebens bekommen. Jetzt entschied ich mich dazu, noch mehr zu riskieren. Ich reduzierte meine Arbeit noch weiter. Soweit, dass mir gerade noch genug blieb um meine Lebenskosten zu decken. Ich wäre schön doof gewesen, wenn ich jetzt nicht all meine Energie in die Fotografie gesteckt hätte. Für Luxus und andere Sachen war jetzt keine Zeit mehr. Jetzt hieß es, ackern und lernen bis der Arzt kommt. Seit Oktober hatte ich also noch mehr Zeit für die Fotografie.

Aktionshots und Blitzfotografie übe ich mittlerweile regelmäßig

Aktionshots und Blitzfotografie übe ich mittlerweile regelmäßig

Motivation

Damit die Motivation nicht auf der Strecke blieb, besuchte ich im September die Vertriebsoffensive von Dirk Kreuter. Wer ihn nicht kennt, einfach mal googlen. Ich war dort nicht alleine sondern mit einem ehemaligen Kollegen, den ich einige Jahre nicht mehr gesehen hatte und dann durch Zufall wieder getroffen hatte. Noch so eine unglaubliche Geschichte in diesem Jahr. Auch er hat dieses Jahr alles riskiert und viel gewonnen. Die 2 Tage auf der Vertriebsoffensive waren einfach fantastisch. Hoch motiviert kam ich nach Hause. Damit meine Frau weiß wovon ich spreche, besuchen wir im Januar 2019 zusammen die Vertriebsoffensive. Darauf freue ich mich schon besonders. Regelmäßige Motivation, und die Erinnerung was alles möglich ist, wenn man sich Ziele setzt, sind sehr wichtig.

Mein erster bezahlter Job

Im August kontaktierte mich dann jemand per Instagram, und bot mir einen Auftrag an. Ich war total überrascht. Am Ende kam wirklich mein erster bezahlter Auftrag dabei raus. Und er war sehr lukrativ. Nicht nur finanziell. Das eigentliche Shooting fand zwar erst im November statt, war dafür aber wirklich gut. So gut, dass nicht nur mind. 1 Folgeauftrag für 2019 bei raus kam, sondern es ist auch noch ein tolles weiteres Projekt daraus entstanden. Das kann dann etwas ganz Großes werden. (Leider darf ich weder den Auftraggeber, noch die Bilder bisher nennen/ zeigen). Ein toller Start ins Berufsleben als Fotograf.

Es ist auch viel Arbeit

So toll das Alles klingt. Es ist viel Arbeit und erfordert sehr viel Disziplin. Und was noch viel wichtiger ist, die Familie muss es nicht nur akzeptieren, sondern zu 100% hinter dir stehen. Ich habe das große Glück, dass meine Frau mich zu 100% unterstützt und mir so viel Zeit und Freiraum gibt, wie ich benötige. Nur so funktioniert es. Hier in Deutschland hatten wir einen großartigen Sommer. Während meine Familie und Freunde sich täglich in der Sonne bräunten, saß ich zuhause bei 26° Zimmertemperatur und fotografierte Eis und andere Sachen. Die Familienausflüge in die Sonne, kann ich für dieses Jahr an einer Hand ab zählen.

Draußen knappe 30° und ich fotografiere selbsthergestelltes Eis bei 26° Raumtemperatur

Draußen über 30° und ich fotografiere selbsthergestelltes Eis bei 26° Raumtemperatur

Während meine Kinder im Wohn- oder Kinderzimmer spielen, sitze ich in meinem Arbeitszimmer und fotografiere. Es bricht mir oft das Herz, meine Kinder aus dem Zimmer „zu schmeißen“, wenn sie fragen ob ich nicht mit ihnen Spielen kann. Sie verstehen nicht, dass ich arbeite, obwohl ich zuhause bin.

Regelmäßig gibt es Tage, an denen funktioniert rein gar nichts. Da steh ich 1-2 Stunden in der Küche zum backen, das Ergebnis sieht schon nicht toll aus, und die Fotos werden dann ebenfalls nichts. Und jetzt stell dir vor, draußen sind 30° und alle haben Spaß. Ich hab dann alles, aber kein Spaß mehr… das sind Zeiten, wo es mir schwer fällt noch etwas Positives aus diesem Tag mitzunehmen. Aber auch das habe ich gelernt. Jeden Tag, egal wie schlecht er lief, es gibt immer eine positive Sache. Ohne positives Erlebnis gehe ich nicht ins Bett. Und erst recht nicht, mit schlechter Laune.

eines meiner absoluten Lieblingsbilder aus 2018. Lila Kresse

eines meiner absoluten Lieblingsbilder aus 2018. Lila Kresse

Den Abend/ die Nacht zum Tag machen

Damit die Familie trotz allem nicht zu kurz kommt, habe ich die „digitale Arbeit“ auf die Abendstunden gelegt. Die Kinder gehen zum Glück früh schlafen und auch meine Frau geht gerne früh ins Bett. Sobald alle schlafen, ist das Laptop an und es wird gearbeitet. Social Media, chatten mit gleichgesinnten und Rachel, Inspirationen suchen, Blogbeiträge schreiben, Instagram-Beiträge planen usw.

Fernsehen gucken habe ich komplett aus meinem Leben gestrichen. Ich schaue gar kein TV mehr. Nur noch bei der Arbeit im Bereitschaftsdienst ab und zu. Aber auch da ist mittlerweile eher das Laptop mit dabei und ich bastel am Blog usw. Selbst Netflix, was ich früher täglich konsumiert habe, habe ich drastisch reduziert. Vielleicht noch 1-2 mal die Woche für 1-2 Stunden. Wenn überhaupt. Dafür lese ich wieder sehr viel.

Fazit

2018 war ein Jahr, was ich mir im Januar so noch nicht hätte vorstellen können. Ich weigere mich zu glauben, dass alles Zufall und Glück war. Ich bin fest davon überzeugt, dass vieles mit der Einstellung, und vor allem mit Fleiß zu tun hat. Wie heißt es so schön? „Das Glück ist mit den Tüchtigen“. Auch wenn ich nur 80-90% von dem leiste, was ich gerne würde, am Ende muss ich eine gute Balance finden, damit die Familie nicht zu kurz kommt. Mit Familie ist es nicht so leicht, wie als Single. Dennoch soll das keine Ausrede sein. Da geht noch etwas mehr und Optimierungspotential ist vorhanden.

Clementinen overhead dark mood shot.

Clementinen overhead dark mood shot.

Ziele 2019

Mein Ziel bis Ende 2019 Vollzeit von der Fotografie leben zu können, ist sicherlich sehr ambitioniert. Auch wenn ich aktuell 2-3 Schritte zurück gegangen bin, um ein besseres Fundament für meine Arbeiten zu schaffen, werde ich an diesem Ziel festhalten und alles dafür geben, es zu erreichen. Eines weiß ich aber mit ziemlicher Sicherheit. Möglich ist alles was du dir vorstellst. Sogar noch viel mehr. Du musst nur anfangen. Also setzte dir Ziele, träume davon und arbeite so hart du kannst um dein Ziel zu erreichen. Dann wird das Unmögliche möglich, und noch vieles mehr.

Die genauen Ziele habe ich schon aufgeschrieben und werde sie Anfang Januar in einem extra Blogbeitrag veröffentlichen.

Ich wünsche dir ein erfolgreichen Start in das neue Jahr. Mögen deine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

Martin

 

3 Kommentare

  1. Hallo lieber Martin,
    ein ganz toller Rückblick und ich finde es großartig, was Du in diesem Jahr alles erschaffen hast ! Und das Ziel, bis zum Ende des Jahres von Deiner Fotografie leben zu können, ist definitiv nicht zu groß.
    Nicht lang reden und auf den perfekten Moment warten, sondern los gehen und machen – da bist Du mir eindeutig ein Vorbild !
    Ich habe am letzten Jahr auch einige Dinge erlebt (im persönlichen Bereich), die eindeutig nichts mit Zufall zu tun hatten, sondern eher mit dem Gesetz der Resonanz.
    Dir und Deiner Frau einen ganz tollen Tag bei Dirk Kreuter und ein wundervolles, erfolgreiches 2019.

    Alles Liebe,
    Stephie

    • Martin sagt

      Hallo Stephie,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Es freut mich, dass ich für dich (in der Richtung) ein Vorbild bin.
      Ich habe auch lange gezögert und wollte es immer perfekt haben, bevor ich es jemanden zeige oder sogar mein Geld damit verdienen wollte.
      Ganz grober Fehler. Wie du schon sagtest, einfach anfangen und der Rest kommt von ganz alleine.

      Ich wünsche dir ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2019. Mögen alle deine Wünsche, und noch viel mehr in Erfüllung gehen.

      LG, Martin

  2. Pingback: Ziele 2019 - Martinwillmannfotografie.de

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