Allgemein
Kommentare 7

4 Tipps, wie du ein erfolgreicher Foodfotograf wirst

martin willmann foodfotograf Vergleich 2017 2018

Fragst du dich manchmal, wie andere es schaffen so schicke Bilder zu fotografieren? Ob sie Naturtalente sind? Wie sie erfolgreich geworden sind? Ich habe mich das oft gefragt. Ich habe stundenlang mit (oft kostenlosen) Tutorials verbracht. Habe versucht die Bilder der erfolgreichen zu kopieren und bin fast immer daran gescheitert. Bis vor einem Jahr waren meine Bilder wirklich nicht gut. Ich wusste so wenig über die Foodfotografie, wie übers Brotbacken. Ein bisschen, aber bei weitem nicht genug um Bäcker zu werden. Wenn es dir genauso geht, dann solltest du jetzt unbedingt weiterlesen. Denn ich zeige dir, wie du deine Fähigkeiten sehr schnell verbessern kannst.

Im letzten Jahr habe ich so viel gelernt und verstanden, dass ich dieses Wissen gerne mit dir teilen möchte. Das Beste daran ist, dass fast alle diese Methoden kostenlos sind. Das Einzige was du benötigst ist den Willen, es wirklich zu wollen. Fangen wir an.

links Dezember 2017 – rechts Dezember 2018

4 Wege, wie du ein besserer Fotograf wirst

Kennst du diejenigen, die dir erzählen wollen (egal in welchem Bereich), dass du alles schaffen kannst wenn du es willst? Das du nur daran glauben musst? Ich habe diese Leute fast mein ganzes Leben lang für Spinner gehalten. Aber darf ich dir etwas verraten? Sie haben recht. Ja, genau. Sie haben recht. Nur ist es natürlich nicht ganz so einfach. Erfolgreich wirst du nicht mal eben so über Nacht. Das Wichtigste ist die Umsetzung. Vom daran glauben, hat es noch niemand geschafft. Dein Weg beginnt also mit der Planung und Umsetzung.

martin willmann foodfotograf blutorangen geschnitten auf Keramikbrett und hellem Untergrund
Blutorangen. Dank intensivem Üben und lehrreichem online Kurs, bin ich heute in der Lage solche Bilder zu kreieren.

Ziele definieren und notieren

Bevor du anfängst, musst du dir Gedanken darüber machen, wo du hin willst. Definiere deine Ziele so genau wie möglich und schreibe sie auf. Eines meiner Ziele ist z.B. dass ich bis Ende des Jahres einen Auftrag von einem deutschen Food Magazine haben möchte. Das Ziel ist also klar definiert. Jedes einzelne meiner Ziele ist klar definiert und aufgeschrieben. Wenn du dir deine aufgeschriebenen Ziele regelmäßig (am besten täglich) anschaust, dann beginnt dein Gehirn damit, dieses Ziel aufzunehmen. Das alles passiert ganz unbewusst. Am besten stellst du dir bei geschlossenen Augen vor, wie du dein Ziel schon erreicht hast und dich dann verhältst. Du wirst sehen, nach einiger Zeit fallen dir Ideen und Dinge ein, die dich weiterbringen und du denkst es sei Zufall. Ist es aber nicht. Visualisierung ist ein ganz wichtiger Bestandteil in diesem Prozess.

martin willmann foodfotograf Blutorangen aufgeschnitten auf blauem Hintergrund
Blutorangen in einer hellen Version mit Farbspiel der verschiedenen Farbtöne.

Effektives Arbeiten

Viele von uns, inklusive mir, haben viel mehr Zeit am Tag übrig als sie denken. Der durchschnittliche Deutsche guckt fast 4 Stunden TV am Tag und verbringt ca. 2 Stunden am Smartphone. Klar, nicht alle von uns sind der Durchschnitt was das angeht. Dennoch kannst du hier erkennen, wie viel Zeit wir eigentlich sinnlos vergeuden mit Aktivitäten, die uns nicht vorwärts bringen. Ich habe vor kurzem angefangen meine täglichen Aktivitäten aufzuzeichnen. Dafür habe ich mir den Würfel von timeular gekauft. Ich tracke damit alles. Von der Zeit die ich mit der Fotografie verbringe, über Zeit für Kinder, sinnloses surfen im Internet, Netflix schauen usw. Wichtig ist, dass du nicht selbst bescheißt. Möchtest du erfolgreich werden, musst du dich auf die wichtigen Aufgaben am Tag konzentieren.

Zusätzlich nutze ich Trello. Eine Art online Kalendar zur freien visuellen Gestaltung. Nur sehr komplex. Die kostenlose Version ist völlig ausreichend.
Ich habe mir verschiedene Boards eingerichtet. Ziele 2019, Projekte 2019, wöchentliche Kalendar, Packliste für Shootings usw.

Auch hier wird alles penibel eingetragen. Jeder Termin, jede Aufgabe, jedes Shooting etc. wird dort eingetragen und abgehakt, wenn es erledigt ist. Habe ich etwas, warum auch immer, versäumt, so verschiebe ich es einfach zum nächsten Zeitpunkt. Ohne Trello geht bei mir in der Organisation gar nichts mehr.

Autofahrten eignen sich übrigens hervorragend für Podcasts oder Hörbücher zum Thema Fotografie, Erfolg, Business, Organisation oder Motivation. Das ist sinnvoller als sich das 5. Mal den neusten Hit von Lady Gaga oder sonst wem anzuhören. Mein Arbeitsweg zum Krankenhaus beträgt ca. 50 Minuten pro Strecke. Diese Zeit nutze ich für (Fach)Hörbücher und Podcasts jeglicher Art.

Seitdem ich meinen Tag durchplane und meine Zeiten tracke, habe ich viel mehr Zeit für das Wesentliche. Ich schaffe meistens mein komplettes Fotografie-Pensum trotzt Familie mit 2 Kindern, die nicht zu kurz kommen. Und meine Reguläre (Teilzeit)Arbeit habe ich ja auch noch.

martin willmann foodfotograf litschi
Minimalistische Bilder wie dieses Litschi Bild sind schwerer als sie aussehen. Kenntnisse über Licht und Schatten sowie Komposition sind unerlässlich für minimalistische Bilder

Weiterbildung

Wenn du dich weiterentwickeln möchtest, dann kommst du nicht darum herum, in dich selbst zu investieren. Die beste Investition ist die Investition in dich selbst. „Und von wem lernt man am besten?“ fragst du dich jetzt vielleicht. Am besten lernt man von denjenigen, die 2 Voraussetzungen erfüllen. Als erstes müssen sie besser sein als du. Und zweitens müssen sie es nachhaltig beweisen können. Bei der Foodfotografie wären das z.B. Leute die ihre Erfolge belegen können anhand von Veröffentlichungen, Aufträgen, gegebenen Kursen, Awardgewinne usw. In meinem Fall hat mir Rachel von twolovesstudio mit ihren Kursen „Composition Essentials“ (Werbelink), „Lightroom Magic“ (Werbelink) sowie der Gewinn des Mentorships, sehr geholfen. Die Kurse habe ich selber bezahlt und es war die beste Investition meines Lebens. Die Kosten dafür hatte ich bereits mit dem ersten Auftrag um ein Vielfaches wieder raus. Ohne diese Kurse würden meine Bilder immer noch auf einem viel schlechterem Niveau sein. Und somit hätte ich auch nie den Auftrag bekommen. Einen ausführlichen Bericht zu „Composition Essentials“ findest du übrigens hier.

Welche Investitionen für dich sinnvoll sind, musst du selbst entscheiden. Das können Bücher oder Workshops sein. Online Kurse oder Youtube Videos. Meiner Erfahrung nach, bekommt man die besten Infos jedoch nicht umsonst. Ein Mentor ist natürlich das beste was dir passieren kann. Ansonsten wirst du deine Methode schon finden, wenn du ernsthaft danach suchst.

Fokus, Fokus, Fokus

Das Wichtigste kommt zum Schluss. Fokus, Fokus, Fokus. Wenn du ernsthaft erfolgreich werden möchtest, ist es unverzichtbar fokussiert zu sein. Viele Leute gucken mich schräg an, wenn ich ihnen von meinen Plänen und Zielen erzähle. „Mit der Fotografie kann man doch kein Geld verdienen“, „bist du sicher dass du das wirklich willst?“, „das ist doch nichts dauerhaftes“ usw. Klar, es gibt auch sehr viel positives Feedback. Aber nicht nur. Solche Kommentare und Bemerkungen musst du ausblenden. Das einzige was zählt ist dein Ergebnis. Und das erreichst du nur, wenn du dich auf Erfolg trimmst und nicht nach rechts und links schaust. Lerne von denen die es schon geschafft haben, und ignoriere diejenigen, die es dir ausreden wollen und selbst nichts erreicht haben.

Während andere im letzten Sommer sich draußen gebräunt haben und am See waren, war ich in meinem Studio fotografieren. Während abends gefeiert wurde, habe ich bis spät in den Abend fotografiert. Setze Prioritäten, wenn du erfolgreich sein möchtest.

Reduziere Aktivitäten wie Netflix oder couchen auf ein Minimum. Besser noch, streiche es ganz. Es ist noch niemand erfolgreich geworden, der täglich 2 Stunden auf der Couch Netflix geschaut hat. Bevor du dich abends hinsetzt und denkst dass du nichts mehr zu tun hast, nutze die Zeit um noch einmal über deinen Tag nachzudenken. Sind deine Aufgaben für heute alle erfüllt? Stehen deine Termine für morgen? Ist wirklich alles erledigt? Wenn ja, dann nutze die Zeit und lies ein Buch, hole dir Inspirationen für deine nächsten Projekte oder stöbere nach neuen Props. Hast du all das erledigt, gehört die Couch und der TV dir 🙂

martin willmann foodfotograf edamame in szene gesetzt auf hellem untergrund
Simples Essen wie diese Edamame sind nicht einfach, appetitlich in Szene zu setzen.

Fazit

Das waren meine 4 Tipps, wie du schneller und effektiver an deine Ziele kommst. Und das sogar (fast) kostenlos. Es gibt einen tollen Spruch. „Wenn du daran glaubst, dass du es schaffen kannst, dann hast du es schon fast geschafft“ (Urheber mir unbekannt). Dann hängt es nur noch an der Umsetzung. Frage dich nach deinem „Warum?“. „Warum“ möchtest du besser und/ oder Erfolgreich(er) werden? Wenn du das geklärt hast, dann musst du dich nur noch fokussieren und durchhalten. Der Rest kommt dann von ganz alleine. Du wirst nicht erfolgreich über nacht. Aber du wirst es schaffen, wenn du mit Ausdauer und Willen daran arbeitest.

Solltest du ein Motivationsproblem haben oder einmal wissen wollen wie du potentielle Kunden von dir überzeugen kannst, dann empfehle ich dir zum Schluss noch die „Vertriebsoffensive“ (Werbelink) von Dirk Kreuter. Ein tolles Event um neue Kunden und Kontakte zu gewinnen. Ich selbst war schon 2 mal dort. Witzig, unterhaltsam und sehr lehrreich. Anders kann man diese Veranstaltung nicht beschreiben. Den Rest musst du live erlebt haben.

Solltest du noch Fragen zu diesem Thema haben, so hinterlasse mir doch einen Kommentar unter diesem Artikel. Ich antworte garantiert.

Bis dahin,

immer gutes Licht

Martin

7 Kommentare

  1. Hallo Martin, wieder ein lesenswerter und interessanter Beitrag! Ich folge dir seit einigen Monaten auf der Platformen Eyeem, nun auch Instagram und Facebook. Ich finde bei uns sehr viele Gemeinsamkeiten, ich werde es jedoch nicht ganz so weit treiben wie du es dir vornimmst. Trotzdem bin ich weiterhin gespannt wie du deine Ziele in der Zukunft erreichst … weiter so, und bis bald!

    • Martin sagt

      Hallo Axel,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich immer seh, wenn euch meine Beiträge gefallen. Wie weit es jeder „treibt“ muss jeder selbst wissen. Ich möchte maximalen Erfolg erreichen, um meinen jetzigen Job ganz an den Nagel hängen zu können. Wer es nebenbei als Hobby betreibt, umso besser.

      Ich bin auch gespannt, was ich im Januar 2020 hier schreiben werde 🙂
      Bis bald,
      Martin

  2. Mich würde mal interessieren, wie in Bezug auf deine Planung als Fotograf dein TRELLO aussieht? Ich habe immer wieder versucht, damit anzufangen, aber irgendwie fällt mir die Organisation in Trello speziell schwer. Vielleicht magst du mal einen Post über diese Organisation eine Foto-Business mit Trello schreiben, mit Screenshots eventuell?

    • Martin sagt

      Hallo Ina,

      gerne schreibe ich einen Beitrag incl. Screenshots zu meiner Organisation und Nutzung von trello.
      Gebe mir dazu 1-2 Wochen Zeit und dann werde ich einen Beitrag darüber veröffentlichen. Ich freue mich immer, wenn Leser mir mitteilen, was ihnen gefällt und was für Beiträge sie sich wünschen.

      LG, Martin

  3. Pingback: Organistation mit Trello - Martinwillmannfotografie.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.