Foodfotografie
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Pasta und Pesto

Das Schöne an der Foodfotografie ist, dass du sie auch bei schlechtem Wetter ausüben kannst. Trocken, warm und entspannt. So entstanden auch die folgenden Bilder. Das Wetter war sehr durchwachsen. Die Pasta konnte ich noch frei Hand fotografieren. Grenzwertig, aber es ging.
Das Pesto hingegen, benötigte ein Stativ und lange Belichtungszeiten. 

Die Idee zu dem Pesto kam mir bei einem Bummel über den Isemarkt. Ein wundervoller Markt mit einer unglaublichen Vielfalt an tollen, frischen Lebensmitteln. Für den Hamburger gehört ein regelmäßiger Besuch zum Alltag. Wer  in Hamburg zu Gast ist, sollte dort unbedingt einmal vorbeischauen. Immer Dienstags und Freitags, vormittags bis 13 Uhr. Ab 11 Uhr ist es sehr voll dort. Zurück zu meinem Pesto …

An einem Gemüsestand gab es wunderbare Wildkräuterbündel. Zugegeben, viele Kräuter davon hatte ich so noch nie gesehen. Stachelig, harte Stängel, bunte Blüten und verschiedene Strukturen. Die Verkäuferin erklärte mir, dass 100% davon essbar ist. Vorallem als Pesto soll es schmecken. Also landete ein großes Bund Wildkräuter in meiner Tasche.

Blende f8, 3 sec., ISO 320, 50mm, Stativ / Videokran

Was schmeckt am besten zu Pesto? Richtig… Pasta. Gut dass es auf dem Isemarkt einen tollen Pastastand gibt. Die Pastafrauen. Tolle Pasta, toller Käse, tolles Pesto. In der langen Schlange angestellt, 10-15 Minuten gewartet und dann eine Menge Pasta und genialen Parmigiano Reggiano eingekauft. Die restlichen Zutaten wie Knoblauch, Öl und Nüsse hatte ich noch zuhause. In diesem Blog geht es nicht um die Rezepte, aber ich möchte euch unbedingt nahelegen ein Wildkräuterpesto zu probieren. Absolut köstlich und einmal etwas anderes.

Sicherlich interessiert dich, was du für die Fotos benötigst. Hier die Auflistung:

  • einen hellen grauen / weißen Untergrund
  • einen Aufheller (hier weißes Styropor)
  • 3-4 schwarze große Bastelpappen oder andere Abdunkler
  • einen dunklen Hintergrund / Untergrund
  • dunkle Foodprops
  • Stativ / Videokran o.ä.

Blende f2.2, 1/125sec, ISO800, 50mm freihand fotografiert

Der Aufbau

Für die Pastabilder ist der Aufbau sehr simpel. Die Pasta auf dem hellen Untergrund platzieren und den Aufheller auf die gegenüberliegende Seite der Lichtquelle (Fenster) stellen. Ich entschied mich für Gegenlicht. Einfach um es mal auszuprobieren. Immer Seitenlicht zu benutzen war mir zu langweilig.

Für das Pesto habe ich die Moody Variante gewählt. Dunkler Untergrund und von 3 Seiten abgeschattet. Das Licht kam von der Seite. In der Pappe die zur Fensterseite stand, habe ich vereinzelte Löcher reingeschnitten mit Durchmessern von bis zu 8cm. Das gibt tolle Lichteffekte. Die Idee dazu habe ich vor kurzem auf Facebook gesehen.

Wichtig war mir bei den Bildern der Freiraum für Text. Bilder mit Freiraum für Texte lassen sich immer besser verkaufen als Bilder ohne Freiraum. Dieses habe ich vor allem bei den Pastabildern berücksichtigt.

Blende f2.8, 1/125sec, ISO800, 50mm freihand fotografiert

Der Blickwinkel

Bei den Pastabildern habe ich etwas gespielt. Die Kamera oft schräg gehalten und geschaut wie das Bild wirkt. Ich habe darauf geachtet, dass ich immer knapp über dem Niveau der Pasta war. Ich wollte nicht von zu weit oben kommen.

Für die Pestobilder wählte ich einmal die Vogelperspektive und einmal von vorne direkt auf Setup Niveau.

Die Einstellungen

Das Pestobild aus der Vogelperspektive wurde ordentlich digital bearbeitet. Ohne großes Hexenwerk und rein in Lightroom. Die restlichen Bilder sind kaum bearbeitet. Lediglich etwas geschärft, hier und da 2-3 Krümel wegretuschiert und an vereinzelten Stellen aufgehellt und/oder abgedunkelt.

Blende f8, 2sec, ISO64, 105mm, Stativ

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